Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten (Kooperationsprojekt)



Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten (Kooperationsprojekt)


Kurzbeschreibung:

Streuobstwiesen mit hochstämmigen Obstbäumen prägen das südwestfälische Landschaftsbild. Neben einer reichhaltigen Obsternte bieten sie Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt; allerdings werden sie seltener.

Das Projekt will die Historie und den Werdegang heimischer Apfel-, Birnen- und Kirschsorten untersuchen und belegen sowie die historischen Streuobstsorten wieder in Haus- und Obstgärten der Region anpflanzen. Es soll mit dem Projekt gelingen, Gartenbesitzer, Landwirte, aber auch beispielsweise Freilichtmuseen und Eigentümer anderer geeigneter Einrichtungen (alte Pfarrhäuser, Schulen, Kindergärten, Forsthäuser …) dafür zu begeistern, traditionelle regionale Sorten bevorzugt dort nach zu pflanzen, wo diese historisch entstanden sind. Dafür werden im Rahmen des Projektes diese Regionalsorten zunächst veredelt und vermehrt, um sie dann Obstwiesenbesitzern als Bäume oder als Reiserveredlung kostengünstig vor Ort anzubieten.

Übergeordnetes Ziel ist die Erhaltung der Biodiversität durch Aufwertung und Neubegründung lokaler Streuobstbestände durch die Wieder-In-Wert-Setzung historischer Obstvielfalt mit Hilfe innovativer Konzepte. Zu den geplanten Maßnahmen gehören u.a. die Schaffung von „Vorbildobstwiesen“ und eine umfängliche Öffentlichkeitsarbeit (Hotline bei Fragen, Homepage, Flyer, Newsletter, Wanderausstellung, Aufbau einer digitalen Bibliothek zur Obstbaukultur in Südwestfalen etc.).

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Pomologen-Verein e.V. umgesetzt. Zudem unterstützen feste Ansprechpersonen das Projekt in den Regionen. Weitere mögliche Kooperationspartner sind lokale Initiativen wie Obst- und Gartenbauvereine, Heimatvereine, Landwirte und landwirtschaftliche Orts-/Kreisverbände, Naturschutzgruppen, Baumschulen, Hegeringe und Biologische Stationen sowie ggf. interessierte Schulen vor Ort. Diese sollen im laufenden Projekt gewonnen werden.

Projektzeitraum: 28.06.2018 – 31.07.2023

Projektort: Das Projekt wird in der Gebietskulisse der sechs LEADER-Regionen Biggeland, Börde trifft Ruhr, LEADERsein!, LenneSchiene, Lippe-Möhnesee und Oben an der Volme umgesetzt. Die Projektkulisse wurde aufgrund der Vorkommen historischer Obstsorten sowie der Handhabbarkeit des Bearbeitungsgebietes für eine Teilzeitstelle ausgewählt. Alle LEADER-Regionen gehören zum Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird von der LAG LenneSchiene koordiniert und operativ abgewickelt.

Projektträger: Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. Grebbecker Weg 3 . 58509 Lüdenscheid

Gesamtausgaben: rd. 265.000 €
Fördersatz: 65 %
LEADER-Zuwendung: rd. 170.200 €

Anteilige Kosten je LEADER-Region:
Das Projekt „Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten“ ist ein Kooperationsprojekt gemäß der LEADER-Richtlinie 2.5.2 (Vorhaben der gebietsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Bundesrepublik Deutschland). Die beteiligten sechs LAGs haben sich darauf verständigt, die Projektkosten anteilig aufzusplitten. Mit diesem Schlüssel ergeben sich je LAG Fördermittel in Höhe von insgesamt ca. 28.400 € (bei fünf Jahren Laufzeit: ca. 5.700 € p.a.).

Bewilligung LAG: 18.10.2017
Projektbewertung: 93 Punkte (max. 149 Punkte)

Zuwendungsbescheid: 28.06.2018
Bewilligungszeitraum: 28.06.2018 – 31.07.2023

Status: in Umsetzung

Foto: LEADER-Region Börde trifft Ruhr e.V., Regionalmanagement